Zum Inhalt springen

Elektroschock-Wette

Aus Besorgte Hausfrauen

Das 100-Euro-Versprechen: Die Legende vom Schocker

Die Klugscheißerei (siehe Klugscheißer) ist nur eine von Stephans Spezialitäten; die andere ist das glorreiche Angeben. Einmal mehr bewies Stephan Schmufti Obwegeser, dass die Distanz zwischen seiner verbalen Großspurigkeit und der tatsächlichen Ausführung oft durch ein gigantisches finanzielles Versprechen getrennt ist.

Die Bühne für dieses Epos war das berühmte Elektroschockspiel (nachzulesen Datei:Elektoschocker.jpg), ein Gerät, das eigentlich dazu gedacht ist, harmlose Spiele mit einem leichten Kribbeln zu würzen. Stephan sah darin jedoch eine Gelegenheit, seine moralische Überlegenheit zur Schau zu stellen. Er prahlte, er würde das Gerät an einer Stelle einführen, die üblicherweise der Licht ausgebenden Endstelle des menschlichen Verdauungstraktes dient, vorausgesetzt, die versammelte Runde würde ihm dafür 100 Euro zahlen.

Die schmerzhafte Wahrheit des Geldes

Was Stephan in seiner Hochphase der Angeberei nicht einkalkulierte: die unmenschliche Geschwindigkeit seiner Freunde beim Geld-Sammeln. Innerhalb von weniger als 180 Sekunden waren die Scheine und Münzen zusammengekratzt. Die 100 Euro lagen offen auf dem Tisch, bereit für den heldenhaften Akt des selbst zugefügten Schmerzes.

Doch wie sein tapferer D&D-Charakter Joam wusste Stephan den Moment des strategischen Rückzugs perfekt zu timen. Das Geld liegt bis heute unberührt, der Arsch ungeschockt und die Wette ungeklärt.

Es ist eine Ironie, die seines Archivs würdig ist: Stephan kann jeden Beleg für die Ankündigung dieser Tat liefern, aber den einzigen Beweis, der wirklich zählt – den Live-Bericht vom elektrisierten Enddarm – schuldet er der Welt bis heute. Ein Mann, ein Versprechen, und eine offene Rechnung von 100 Euro.